Die Akropolis

Die antiken Griechen hatten auf dem höchsten Felsen der Stadt immer eine sichere Festung. Diese nannten sie Akropolis. Anfangs war die Akropolis nichts anderes als eine Stadtfestung und gleichzeitig auch der Sitz der Könige in der „mykenischen“ Zeit. Später dann, im demokratischen Athen wurde die Akropolis zum heiligen Sitz der Götter (Tempel). Die Akropolis verlor so ihre Verteidigungsfunktion und nach dem Sieg über die Perser wurde Athen unter“ Perikles“ zur Vormacht des“ Attischen Seebundes“ und zum Mittelpunkt der „Hellenischen Welt“.

Seine Macht wollte man durch große Bauten demonstrieren. So wurde der alte Haupttempelteil unter der Weisung des berühmten Bildhauers Phidias und unter Perikles, durch die berühmten Baumeister Mnesikles, Iktinos und Kallikrates wieder aufgebaut. Der große neue Haupttempel wurde dann mit dem Bildnis der Göttin Athena auf dem Schutt des alten Tempels neu errichtet.

Beinahe jede alte griechische Stadt hatte eine solche Akropolis, aber die bekannteste der Akropolis war wohl jene, welche auch jetzt noch über Athen thront. Noch heute dient sie als Wahrzeichen der Stadt. Jährlich besuchen die Akropolis ungefähr 1,8 Millionen Touristen. Sogar die UNESCO hat sie mittlerweile in ihre Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Die Akropolis über Athen besteht aus Marmor und symbolisierte damals Macht, Selbstbewusstsein und Stärke der Erbauer. Normalerweise war die Akropolis aus strahlend weißem Stein. Aber durch die Wettereinwirkungen hat sich der Stein im Laufe der Jahre in ein beige-gelb gefärbt.

Sie wurde ca. 600 vor Christus errichtet. Doch lassen antike Fundstücke darauf schließen, dass eine Besiedelung schon in der Jungsteinzeit stattgefunden hat. Erhalten blieben den Menschen vier antike Bauten. Der Nike-Tempel, der Parthenon, das große Torgebäude genannt die Propyläen und das Erechtheion. Der Parthenon war der Haupttempel und wurde für die Göttin Pallas Athena erbaut.

Die Athener zeigten so ihre Dankbarkeit der Stadtgöttin gegenüber, da sie für die Rettung der Athener im letzten Perserkrieg verantwortlich war. Innen und außen ist der Tempel mit vielen Bildhauerarbeiten verziert und auf dem bekannten Parthenonenfries findet man Relikte des Panathenäischen Festzuges. Ein paar Teile des Tempels wurden von den Engländern im 19.Jahrhundert nach England geschafft. Heute werden diese Fundstücke im Britischen Museum ausgestellt. Die Griechen verlangen aber schon lange eine Herausgabe dieser antiken Teile.

Am Fuße des Berges stand lange das Akropolis Museum, welches aber dann zu klein wurde und nicht mehr den modernen Anforderungen eines Museums entsprach. Deswegen beschloss die griechische Regierung das Museum abzureißen und dort mit Ausgrabungen, zu beginnen. Sie hofften dort unten die Werkstatt des Phidias zu finden.

Mittlerweile wurde ein ganz modernes Museum an der Stelle errichtet und entspricht wirklich allen Vorstellungen einer modernen Ausstellungsstätte. Es liegt 300 Meter tiefer als das alte Museum und hat eine hochmoderne Verglasung auszuweisen, welches es dem Besucher ermöglicht alle Kunstgegenstände von allen Seiten zu betrachten.

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